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TRADITION
VERPFLICHTET  |
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Die Entwicklung der Region wurde
immer wieder von kühnen Ideen und mutigen Reformen best
immt. Anhalt, Gartenreich, Bauhaus und Biosphärenreservat
machen Dessau-Roßlau bis heute international bekannt.
Diese Tradition fortzusetzen verstehen wir als Aufforderung,
uns zu engagieren. Von der Kommunalpolitik wird dafür eine
anregende und kooperative Atmosphäre gefordert, die Mut
macht, auf diesem Fundament etwas Neues zu wagen.
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NEUE
IDEEN SIND GEFRAGT  |
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Viele Menschen zeigen Initiative und Tatkraft: Die Sanierung
der Brauerei, des Schwabehauses oder der Rathäuser in
den Vororten, die Spielplatzinitiative, das Kiez, das SHIA-Carré
oder die Wörlitzer Eisenbahn, das Elbebadefest und das
solare Bürgerkraftwerk wären zu nennen. Neue Ideen
sind Wirklichkeit geworden, Unternehmungsgeist hat Wohlbefinden
geschaffen und vermittelt Lebensfreude.
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BÜRGERKOMPETENZ
NUTZEN  |
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Aktive Bürger in Initiativen und Vereinen wissen, wie
man mit wenig Geld, aber guten Ideen und unter Einbeziehung
eigener Ressourcen Projekte erfolgreich umsetzt. Wir haben
Erfahrungen und Kompetenzen gesammelt, um in scheinbar ausweglosen
Finanzsituationen machbare Lösungen auf den Weg zu bringen.
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WIRTSCHAFT
IST MEHR ALS GEWERBEGEBIETE  |
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Unternehmenserweiterungen und Existenzgründungen sind
von einem optimistischen Klima in unserer Stadt und von engagierten
Menschen abhängig. Die Vielfalt an Kultur- und Freizeitangeboten
bietet gute Standortbedingungen. Wir wollen, dass künftig
ein »Wirtschaftsbüro« alle Dienstleistungen
für die Wirtschaft koordiniert und Verständnis für
die Bedürfnisse von Selbständigen, Unternehmern
und alternativen Wirtschaftsformen hat.
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MEHR
GELD FÜR BILDUNG UND ERZIEHUNG  |
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Endlich hat die Sanierung der Zoberbergschule begonnen. Nun
müssen andere Schulen wie die Schule an der Ringstraße
folgen. Nach einem positiven Votum des Stadtrates steht die
Sanierung der astronomischen Station am Gropiusgymnasium bevor.
Das Philantropinum braucht eine moderne Schulturnhalle. Wir
setzen uns ein für die beschleunigte Sanierung von Kindertagesstätten
im Innenstadtbereich oder z.B. in Kleinkühnau.
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KEINE
PAUSCHALEN KÜRZUNGEN IM KULTURBEREICH  |
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Insgesamt fehlt es an einem schlüssigen Kulturkonzept
für die Stadt. Wir brauchen belastbare, konzeptionelle
Entscheidungsgrundlagen. Die Schließung der Stadtteilbibliotheken
ist mittlerweile vom Tisch. Bislang sind wir die Einzigen,
die gegen eine geplante Schließung des Naturkundemuseums
auftreten. Vor dem Wiederaufbau des Gropiushauses muss seine
spätere Nutzung klar sein.
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EINE
ANDERE VERKEHRSPOLITIK IST NÖTIG  |
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Unsere Stadt hat kein wirkliches Verkehrsproblem. Kritisch
ist jedoch der bauliche Zustand vieler Straßen, Rad-
und Fußwege. Unbefestigte Straßen in den Vororten
sollten bald der Vergangenheit angehören. Beim Straßenbau
wollen wir die in Dessau bewährte Bürgerbeteiligung
erhalten. Den autobahnähnlichen Ausbau der B 184 zwischen
Dessau und Roßlau halten wir nach wie vor für eine
eklatante Verschwendung von Steuergeldern durch Land und Bund.
Stattdessen fordern wir einen zügigen Bau der Ortsumgehung
Roßlau zur Entlastung der Ortslage Roßlau. Dies
und ein Radwege-Masterplan sind für die künftige
Stadt Dessau-Roßlau viel dringender als eine neue Muldebrücke
und die Nordumgebung.
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BÜRGERBETEILIGUNG
IST WICHTIG  |
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Die Transparenz beim Stadtumbau hat im letzten Jahr deutlich
zugenommen. Kontraproduktiv war die Entscheidungsfindung für
den Neubau des Brunnens auf dem Marktplatz. Hier wurden die
Bürger erst gefragt, nachdem die Politik bereits entschieden
hatte. Die Ergebnisse des vorangegangenen Kinderbeiteiligungsprozess
wurde dagegen nur zu einem kleinen Teil realisiert. Ein solches
Verständnis von Beteiligung provoziert Politikverdrossenheit
und behindert ein demokratisches Klima in der Stadt.
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FÜR
EINE FAMILIENFREUNDLICHE STADT  |
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Wir zählen zu den Gründungseltern des Lokalen Bündnisses
für Familie Dessau-Roßlau. Auch wenn Bund und Land
für die Familienpolitik formal zuständig sind, können
Kommunalpolitiker ganz praktisch etwas für Familienfreundlichkeit
tun: Angebotsvielfalt in der Kinderbetreuung, attraktive Sportmöglichkeiten
oder sichere Schulwege. Wir wollen konkret die Instandhaltungsmittel
für die Spielplätze von derzeit 10.000 EUR an den
realen Bedarf anpassen. Die Spielraumkonzeption aus den 1990er
Jahren muss unter Einbeziehung der Roßlauer dringend
fortgeschrieben werden.
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NEUE
AKTZENTE IN DER STADTENTWICKLUNG  |
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Angesichts einer kleiner werdenden Stadt brauchen wir im Stadtzentrum
mehr Qualität und Augenmaß. Der begonnene Umbau
im Quartier Wallstraße und Lange Gasse führt in
die richtige Richtung. Wir benötigen keine zweite Fußgängerzone
zwischen Post und Museumskreuzung. Als Stadt des Umweltbundesamtes
müssen noch mehr Impulse für einen nachhaltigen
Stadtumbau von Dessau-Roßlau ausgehen. So können
Energieeffizienz, bewusster Umgang mit Flächen und umweltgerechte
Baustoffe zu Markenzeichen unserer Stadt werden.
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HOCHWASSERSCHUTZ
BLEIBT WICHTIGE AUFGABE  |
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Der Hochwasserausschuss hat auch in Zukunft eine Bedeutung.
Er sorgt für politischen Druck und öffentliche Aufmerksamkeit.
Nicht zuletzt, weil erstmals in einem Dessauer Ausschuss auch
berufene Bürger mitarbeiten können. Der Bereich
des ehrenamtlichen Hochwasserschutzes benötigt aber noch
manchen Helfer – vielleicht Sie?
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JA
ZUR ZUSAMMENARBEIT IN DER REGION  |
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Dessau-Roßlau muss seine Rolle als kreisfreies regionales
Oberzentrum in Mitteldeutschland neu definieren. Wir wollen
die Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn neu beleben. Denn
nur gemeinsam lassen sich die Potentiale der Region effektiv
nutzen und nach außen vertreten.
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SPAREN
UND ENTWICKELN  |
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Die tragenden Parteien der Landesregierungen CDU, SPD, PDS
und FDP waren sich seit Ende der 1990er Jahre einig und haben
die Finanzzuweisungen an die Städte kontinuierlich reduziert.
Gleichzeitig wurde investiert und Schulden aufgebaut. Nun
muss die Stadt sparen. Haushaltssanierung heißt jedoch
nicht sparen um jeden Preis! Vielmehr müssen wir offen
darüber reden, was wir uns künftig noch leisten
wollen. Eine Veräußerung von städtischem Vermögen
sehen wir kritisch, wenn dadurch die Entscheidungshoheit der
Kommune über die Bedingungen der Daseinsvorsorge eingeschränkt
wird.
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STADTWERKE
WEITERENTWICKELN  |
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Wir schlagen vor, die Bäder der Stadt in den Querverbund
der Stadtwerke zu integrieren. Dagegen wollen wir durch Privatisierung,
z.B. Übertragung an einen Flugsportverein, die jährliche
Subventionierung des Flugplatzes in Höhe von 200.000
EUR beenden. Damit können die Stadtwerke helfen, den
Haushalt der Stadt zu entlasten.
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